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„Dann kommt in ſeine Werkſtatt, wenn Ihr das wiſſen wollt— ganz Nürnberg weiß, daß der edle Meiſter darin Jeden freundlich empfängt, wenn es auch ſchon gut wäre, es kämen nur Leute dahin, die ſeine Kunſt nicht nur mit Worten ſchätzten, ſondern Be⸗ ſtellungen machten oder anders denn für ein Lumpen⸗ geld kauften was der Meiſter geſchaffen, ſtatt nur Maulaffen bei ihm feil zu halten, und ihn an der Arbeit zu hindern.“
„Grob genug ſeid Ihr für Eure jungen Jahre,“ ſagte der Rathsherr mit einem vornehmen und ver⸗ ächtlichen Lächeln, und ehe er noch mehr hinzugefügt, antwortete Georg blitzſchnell:
„Wie Ihr verliebt genug für Eure alten!“ Er hatte ſich ſchon von Ulrich's Arme losgemacht, da der Rathsherr ihn anredete, und war mit ein paar langen Schritten in der Werkſtatt des Plattners Echter.
Naſeweiſer Gelbſchnabel, das ſollſt du entgelten!“ knirſchte der Rathsherr hinter ihm her, hielt es aber doch für gut ihm nicht zu folgen. Zu Ulrich aber, der bisher gar keine Notiz von ihm genommen und ruhig ſeines Weges ging, obwohl er mit Georg's Betragen unzufrieden war, ſagte Löffelholz:
„Ihr habt da einen ſauberen Gefährten!“
Ulrich zuckte ſtatt jeder Antwort nur die Achſeln


