Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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vermochte ſie auch dieſelben darin zurück zu halten, ſo ward dadurch der wunderbare Ausdruck ihrer Blicke nur um ſo reizvoller und, unwillkürlich von dieſem Anblick überwältigt, ergriff Ulrich ihre Hand.

Und nun ſuchte er mit geſenkten Augen vergeblich nach Worten der Erwiderung er fühlte, wie dieſe feine, weiche Hand in ſeiner Künſtlerhand zitterte oder zitterte dieſe ſelbſt, die jetzt nicht ein idealiſirtes Gebilde von Marmor oder Sandſtein berührte, ſon⸗ dern ein lebenswarmes, das kühn wetteifern konnte mit jedem Ideal?Verzeiht mir, ſagte er endlich, da ſie die naſſen Augen noch fragender zu ihm empor⸗ ſchlug und von der Berührung ihrer Hand zwar zuſam⸗ menzuckend, ſie dennoch Ulrich ließ.Verzeiht mir, wenn mein Betragen und meine Rede ungeſchickt ſind einer edlen Jungfrau gegenüber, wonach Ihr glauben

könnt', ich wieſe ein Vertrauen zurück, das mich ehrt

und erhebt und eben ſo wenig weiſt nun ſelbſt meine Dienſte zurück, wenn es auch nur ſolche ſind,

die ich mehr Eurer Schweſter leiſte, denn Euch ſelbſt

vielleicht aber hat mir der Himmel auch noch dies einmal beſchieden!

Warum ſprach er jetzt auf einmal ſo plötzlich wie

von einem Bann befreit in höherer Erregung? War⸗

um erſchien ſein ganzes Weſen gehoben und lebens⸗