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warm, da es vorhin ſich ſo ſchroff und gleichgiltig gegeben? Oder war er nicht vielmehr erſt jetzt im Bann— in einem neuen— und kam er nicht von Iſolden's Hand oder von ihren magnetiſchen Blicken, die jener ſtrahlenden Gottinnigkeit glichen, welche die Maler Italiens in ihre ſchönſten Madonnen träum⸗ ten? Warum wachte jetzt plötzlich in ihm faſt wie ein Frevel der Wunſch auf, Iſolden's Diener und Ritter zu werden, da er doch vorhin nicht nur kühl zu ihr geſprochen, ſondern es wie ein mit Selbſtüberwin⸗ dung gebrachtes Opfer betrachtet hatte, als er zu die⸗ ſer Zuſammenkunft ging? Er ſelbſt hätte ſo wenig wie wir eine Antwort auf dieſe Fragen zu geben ver⸗ mögen— aber er legte ſie ſich auch gar nicht vor— ſo wenig wie Iſolde dieſe Veränderung ſeines Weſens begriff, noch ihr eigenes Zittern— aber das über⸗ legendere Weib, das immer auf ſeiner Huth iſt, mehr ſich ſelbſt und die Situation beherrſchen kann, als meiſt der Mann— es fragte doch ſchon danach, wenn es auch keine Antwort hatte für ſich ſelbſt als die: leiſe die Hand wegzuziehen von der elektriſchen Be⸗ rührung. Dann ſich faſſend, ſagte ſie zu Ulrich:
„Es iſt genug, wenn Ihr uns nicht mißverſteht — mich und meine Schweſter. Ob ihre Liebe jetzt zu entſchuldigen iſt und von dem Ritter verdient wird,


