Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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Viel und wenig zugleich! antwortete Iſolde und wiewohl ſie es billigen mußte, daß Ulrich ſo ſtumm über ihre Erinnerung an die Vergangenheit hinweg und ſogleich zur Gegenwart und dem über⸗ ging, was nur der Zweck ihrer Zuſammenkunft ſein konnte, ſo empfand ſie es doch zugleich faſt wehmü⸗ thig wie ein Vergeſſen Eliſabeth's und wie eine Zurückweiſung für ſich ſelbſt. Doch war es vielmehr unwillkürlich als mit Abſicht, daß ſie ihren vorigen ſanften Ton beibehielt und zu ihm ſagte:Der Rit⸗ ter will uns noch glauben machen, daß er meine Schweſter liebe, nachdem er ſie ruhig dem widerwär⸗ ligſten Geſchick überläßt!

Er beugt ſich nur dem Willen ſeines ſchroffen Vaters, wie er mir ſagt, berichtete Ulrich.Der⸗ ſelbe hat ihn mit der Braut ſeines älteſten verſtorbe⸗ nen Sohnes, einem kaiſerlichen Hoffräulein Amanda verlobt d. h. die Familien der Beiden ſind einig geworden, daß die Kinder ein Paar werden ſollen, ſchon ſeit alter Zeit nur erſt in ſeiner letzten Ab⸗ weſenheit hat Wolfſtein, der Sohn, da er die Braut

begrüßen ſollte, erfahren, daß ihm eine ſolche zuge⸗

dacht. Er hat erklärt, daß er das Fräulein verſchmähe,

daß er nicht von Andern über ſeine Hand verfügen

laſſe der Vater hofft ihn noch zu beugen, er droht 13*