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Jemand das Vertrauen, das man ihm zeigt, nicht mißbrauchen werde, ich brauchte bei Euch keine andere Bürgſchaft dafür, als was ich aus Eurer Vergan⸗ genheit wußte— und ſo hoffe ich von Euch Verge⸗ bung, daß ich in einem bedrängten Augenblick mich an Euch wandte.“
Das war nicht die ſtolze Sprache, die Ulrich beim erſten Begegnen von ihr gehört hatte. Faſt ſchüchtern und zagend ſtand ſie vor ihm mit niedergeſchlagenen Augen, ſeiner Antwort wie der Verkündigung eines Richterſpruches lauſchend.
Und faſt als ob ihre Stimmung, ihre Art des Betragens bei ihm immer einen Widerhall finden müſſe, war auch bei ihm die froſtige Höflichkeit, die er ihr das erſte Mal gezeigt hatte, einer gefühlswär⸗ meren Sprache gewichen. Mit ihr ſagte er ſanft: „Gern möchte ich mich des Vertrauens würdig ma⸗ chen, das Ihr mir zeigt und das mir ſo unerwartet zu Theil geworden, aber ich muß fürchten, daß ich ein ungewondter Unterhändler in mir fremden Dingen bin Der Ritter von Wolſſtein läßt Euch und noch mehr Eure werthe Schweſter um Vertrauen und Ver⸗ zeihung bitten— um eine Möglichkeit ſie wiederſe⸗ hen zu können— das iſt im Grunde Alles, was ich zu ſagen habe“


