Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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187 muß,“ antwortete Dürer mit einem unterdrückten Seufzer.

Georg Glockendon, der hier Lehrling war, trat ein und ziſchelte dem Meiſter etwas in die Ohren, wovon Gerhaus nur die Worte verſtand:„Frau Ag⸗ nes— keifen— ſtiftet Frieden!“

Dürer biß die Lippen zuſammen, daß ſie in dem vollen Bart faſt verſchwanden, warf Pinſel und Pa⸗ lette hin und ging hinaus Glockendon blieb. Feſſelten auch den unſchuldigen Jüngling Gerhaus' verführeri⸗ ſche Reize?

„Der edle Meiſter hat wohl viel von ſeiner Haus⸗ frau zu leiden?“ fragte ſie ihn.

„Gewiß,“ antwortete ſein Schüler,„ſie macht ihm und Allen, die ihr nahe kommen, das Leben ſchwer.“

„Warum hat er ſo zeitig geheiratet?“

„Meint Ihr das wäre das Unglück?“ fragte Georg.

„Gewiß, und ich rathe Euch, ihm darin nicht nach⸗ zuahmen— ich fürchte, Ihr ſeid dazu auf dem beſten Wege— ſeht Euch vor.“

Georg ſah erröthend die Sprecherin an.

„Wenn Ihr ein Liebchen habt, ſo nehmt es vor den Nachſtellungen großer Herren in Acht!“ warf ſie