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der Schultheißentochter Nichts wird, jetzt hält er es dafür mit der Gemalin des Schultheißen undläuft zu⸗ gleich der Derta nach, der kleinen Plattnerstochter— aber die will ich ſchon vor ihm zu ſchützen wiſſen!“
Der Alte machte ein in Dummheit erſtarrtes Ge⸗
ſicht—„du willſt wohl eiferſüchtig ſein auf den Rathsherrn, von dem es bekannt iſt, daß er jeder Schürze nachläuft? Du wäreſt wohl im Stande, es aus ſolcher Laune mit ihm verderben zu wollen? Ich hätte dich für klüger gehalten!“
Gerhaus gab darauf keine Antwort, aber ihre Stirn verfinſterte ſich mehr und mehr, ihre Angen ſchienen Blitze zu ſ ſprühen, ſie hörte auf zu ſpinnen und erhob ſich— jetzt glich ſie einer zürnenden Mänade.
In dieſem Augenblick öffnete ſich die Thür und Herr Martin Löffelholz trat ein.
Der alte Händler wandelte ſchnell den Ausdruck ſeines Geſichtes zu dem kriechender Freundlichkeit und ſch die unterwürfigſte Stellung an, was ihn jedoch nicht hinderte in der Schnelligkeit im Verborgenen drei Kreuze zu machen— er dachte bei ſich: der Gott⸗ ſei⸗ bei⸗ uns erſcheint, wenn man ihn nennt! ſchien aber dennoch ganz zufrieden zu ſein, daß der 1861. XVIII. Die Schultheißentöchter von Nürnberg 1. 12


