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Ritter von Wolſſtein— was Ihr mir ſagen wolltet, das ſaget Ihr beſſer dieſem edlen Baubruder, Ulrich Wüll von Wildenfels, genannt Ulrich von Straßburg, ſeine Kunſt verherrlicht das Geſchlecht der Behaim, und die aus dieſem Geſchlechte ſtammen, dürfen ihm vertrauen! Iſt es nicht ſo?“ fragte ſie, ihren wunder⸗ bar vergeiſtigten Madonnablick auf Ulrich gerichtet.
Dieſer ſtand verwundert, ſah ſie fragend an und antwortete mit leichter Verneigung:„Betrachtet mich immerhin als Euren Diener— aber ich weiß nicht, womit ich es zu ſein vermöchte?!“
„Laßt's Euch von dieſem Ritter erklären, und dann ſprech' ich Euch morgen früh in der Kapelle der Be⸗ haim an der heiligen Stätte.“ Damit war ſie im Ge⸗ dränge der Kirchgänger entſchlüpft.
Der Baubruder und der Ritter betrachteten einander mit prüfenden Blicken Dieſer fand zuerſt ein ahnendes Verſtändniß für Iſolden's Betragen: die Behaim wa⸗ ren ja immer Beſchützer der Kunſt geweſen, vielleicht war der Baubruder dadurch ein Freund ihres Hauſes und ſollte jetzt einen Vermittler abgeben— empörte ſich auch der Stolz des Ritters dagegen, einem Bau⸗ pruder Rede zu ſtehen, ſo hatte er doch nicht überhört, daß derſelbe einen adeligen Namen führte— man fonnte alſo ſchon eine Ausnahme mit ihm machen.


