Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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ſtändigung mit Wolfſtein zu ſprechen;— wenn er jetzt wieder mit ihr ſprach, konnte nur Alles ſchlimmer für ſie und Anna werden als beſſer, denn es war gewiß, daß jetzt Löffelholz die Töchter des Schultheißen haßte, ſeiner Gattin aber wohlgewogen war.

Unbekümmert um ihn hatte ſich Wolfſtein wieder dicht an Iſolde gedrängt und ihr Sammtgewand er⸗ faßt, daß ſie ihm nicht entſchlüpfen konnte.

„Wollt Ihr nicht wenigſtens einen Gruß beſtellen von meiner unveränderten Liebe? Vergeblich habe ich mich bemüht—“

In dieſem Augenblick machte Ulrich, der hinter Iſolde ſtand und ihr neues Erſchrecken geſehen hatte, ſie mit einem raſchen Griff von dem Ritter frei— ſie warf erglühend dem Baubruder einen dankenden Blick zu und kaum wiſſend, was ſie that und ſprach in der dreifachen Angſt, die Gelegenheit, der liebekranken Anna eine Beruhigung zu gewähren, gewaltſam ſich und ihr zu rauben— bei Ulrich in den Verdacht zu kommen zu dem Ritter ſelbſt in irgend einem Verhält niß zu ſtehen, das ihm Rechte auf ſie gab— von Löffel⸗

3 holz beobachtet und vielleicht dem Spott oder Verrath

ſich preisgegeben zu ſehen— in ſolcher Verwirrung ſagte ſie zu Wolfſtein: 3 „Ich muß zu meiner kranken Schweſter,— Herr 11*