Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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zimmer und zu Bett brachten und der herbeigerufene Bader ihre Wunde unterſuchte und verband er konnte keine Hoffnung geben.

Urich! flüſterte ſie, und Martin ging den Bau⸗ bruder zu rufen.

Er knieete an ihrem Lager.Ulrich! ſagte ſie, mein Mörder gibt mir jetzt einen ſchönern Tod als das erſtemal ich rede nicht irre er war der Geliebte meiner Jugend, und ich mußte erkennen, daß er mich betrog damals zerriß er mein Herz ohne Schwert⸗ ſtreich es ſchmerzte mehr als heute.

Nach einer Pauſe ſagte ſie:Es iſt ſchön, in dem Augenblicke zu ſterben, in dem die Seele ihren Flug ſchon zum Himmel nahm, ſie kommt nun in kein fremdes Reich. Ihr verſpracht mir ſchon die Begräbnißkapelle der Behaim mit dem Werk Eurer Hand zu ſchmücken verſprecht nun es auch für die Kapelle der Scheurl ich habe keine Erben meine Erbin ſei die Kunſt in meiner Vaterſtadt meine Brüder werden das Teſtament vollſtrecken.

Eliſabeth! rief Ulrich,Ihr ſeh't Thränen in meinen Augen ſie verſprechen Euch Alles, was Ihr wünſchet. Ich will nicht vor Schmerz weinen in dieſer Stunde wir wollen uns freien, daß es alſo kam; der höhern Weiheſtunde von vorhin wird keine profane