Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Amadeus erklärte, daß man ihm in Augsburg er⸗ zählt, daß eine Frau von Scheurl bei König Mar ge⸗ weſen und für einen zum Tode verurtheilten Baubruder, der ſeinen Vater aus dem Kloſter beſreit, gebeten habe; Amadeus war zurückgeeilt nach Nürnberg, um ſich ſelbſt auszuliefern und dadurch vielleicht den Sohn zu retten. Durch Nürnbergs Straßen gehend, hatte er einen Bettler begegnet, der ihm aufgefallen. Er hatte Streitberg er⸗ kannt, und nichts Gutes ahnend, war er ihm nachgegan⸗ gen, als dieſer im Scheurl's Hauſe verſchwunden. Ama⸗ deus war zu ſpät gekommen, die Unthat an Fliſabeth zu verhindern; vielleicht aber wäre Ulrich ein zweites Opfer geweſen und ſo hatte er doch den Sohn gerettet.

Streitberg kämpfte nur einen kurzen Todeskampf. Als er auf der Flucht und verſteckt erfahren, daß Wey⸗ ſpriach gefangen war und dann daß die Nürnberger es wagten den Ritter enthaupten zu laſſen, hatte er Rache geſchworen, und tollkühn wie er war, ſich ſelbſt als Bettler verkleidet nach Nürnberg begeben. Er ſah Eliſabeth mit Martin am Fenſter, da er ihr Haus unſchlich; er ſah auch Ulrich in daſſelbe gehen da erwachte ſeine Leiden⸗ ſchaft, er folgte ihr in blinder Wuth, traf ſein Opfer und fiel ſelbſt von einer plötzlich eingreifenden Rächerhand.

So erklärte es Amadeus Ulrich und Konrad, wäh⸗ rend Martin mit Eliſabeth's Dienerin dieſe in ihr Schlaſ⸗

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