Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Sünde oder auch nur in den Staub des Alltaglebens; er hat uns geläutert und erhoben zu jener einzig wahren Gemeinſchaft der Heiligen, die im reinen Streben nach dem Höchſten Erſatz finden für die Schmerzen und das Entſagen, unter dem ſie danach ringen. Eure Hand, Eli⸗ ſabeth! Kein Fliehen und kein Suchen mehr ein freu⸗ diger Triumph, zu wiſſen, was wir Eins dem Andern danken ein Sieg des Geiſtes, der die Welt überwun⸗ den, indem er ſie verklärt im Dienſt der Kunſt. Was iſt der kurze Rauſch des Erdenglückes gegen die Seligkeit eines Streben und Ringens, das noch Aeonen zählt und ſeine Wahrzeichen hinterläßt in ewigen Schöpfungen? Groß und herrlich ſtanden die Beiden einander ge⸗ genüber als Prieſter und Prieſterin des Ideals, dem, ſo lange die Welt ſteht, alle ſtrebenden Geiſter nachrin⸗ gen, um es zu erreichen für ſich ſelbſt und die Menſchheit, der ſie dienen; der letzte Sonnenſtrahl der hinter Ge⸗

witterwolken purpurumſäumt ſcheidenden Sonne fiel auf

ſie und umwob ſie mit einem gemeinſamen Heiligen⸗ ſchein da donnerten Männertritte draußen durch den Corridor.

Eliſabeth ſagte zu Ulrich:Ruſt meinen Bruder! und indeß er die Thür des Chörleins öffnete, ſtürmte durch die entgegengeſetzte Zimmerthür ein Mann in Bettler⸗ kleidung herein, unter ſeinem Mantel zog er ein Schwert