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ein Globus, der Rürnberger Meiſter hatte ihn eben nach Martin Behaim's eigener Angabe vollendet— es war der erſte Globus, den es jemals gab— und Martin freute ſich des neuen wichtigen Werkes, das zugleich aus ſeinem Forſchergeiſt und einer deutſchen Werkſtatt hervorgegan⸗ gen, das der Wiſſenſchaft neue Pforten öffnete und ihre Arbeit allen kommenden Geſchlechtern erleichterte. Er hatte beſchloſſen, dieſen erſten Globus ſeiner Vaterſtadt zum Geſchenk zu machen und ſich damit ſelbſt, ehe er ſie für immer wieder verließ, ein Denkmal in ihr zu ſetzen, das ſie und ſich in gleicher Weiſe ehrte; aber die Erſte, die ſeine Freude an dem gelungenen Werke theilen ſollte. mußte Eliſabeth ſein, deren weitſchauender Geiſt am er⸗ ſten die Tragweite dieſer neuen Erfindung, wenn nicht ganz beurtheilen, doch mit jenen heiligen Schauern ahnen konnte, die bei jedem großen Werke über ſie kamen— mochte es nun eine große That ſein, oder ein Kunſtwerk, oder ein bahnbrechender Gedanke der Wiſſenſchaſt.
So ſtand ſie auch jetzt mit ſtrahlenden Augen ne⸗ ben dem Bruder, ſeinen Erklärungen lauſchend; ihre kleine weiße Hand ruhte auf dem Südpol des Globus und ihr ausgeſtreckter Finger ſuchte die Stelle, auf der wohl jetzt Chriſtoph Columbus ſchiffen mochte das erſehnte Land zu finden— ja vielleicht war dies der Augenblick, in dem er es gefunden. Sie trug noch Trauerkleidung, aber den


