Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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lübde umgekehrt hätte er ſich eines Gelübdes geſchämt, das ihm Undankbarkeit zur FPlicht gemacht, es ſei gegen wen immer es ſei. Aber er wollte nicht allein gehen; an dem Tage, an welchem ſie ſelbſt den Novizen Konrad zu ſich beſchieden, beſchloß er dieſen zu begleiten.

Konrad hatte im Kloſter die Erlaubniß erhalten zu Frau von Scheurl zu gehen, die dem Abt hatte ſagen laſſen, daß ſie nicht wolle, daß der Sohn büßen ſolle für die Schuld ſeiner Eltern, ſondern daß ſie ſelbſt ihm zu dem verholfen wolle, was ihm zukäme. Der Abt, der Eliſabeth's Großmuth und Freigebigkeit kannte, erwartete, daß ſie ihm einen Theil von dem ihr allein zugefallenen Vermögen Scheurl's, deſſen Sohn überweiſen werde, und erwartete daher von dem Gang deſſelben zu ihr einen Vortheil für das Kloſter mit Freuden ließ er darum den jungen Novizen gen' Nürnberg ziehen.

Dieſer ging zuerſt zu Ulrich und ſchüchtern, wie Konrad war, machte er Jenem ſelbſt den Vorſchlag, ihn zur Frau Scheurl zu führen.

Als ſie in ihr Haus kamen, wurden ſie ſogleich zu ihr gelaſſen.

Martin Behaim hatte gerade auf einem Marmor⸗ tiſch, der in dem Chörlein ſtand, Karten und Zeichnungen ausgebreitet, weil hier das hellſte Licht war, um ſie ſei⸗ ner Schweſter zu zeigen. In der Mitte des Tiſches ſtand