Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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die glückliche Nachricht von der Niederſchlagung dieſer Unterſuchung erhielt, ſo war es ihm auch leicht die Er⸗ laubniß zu erhalten: Ulrich ſelbſt die Freiheit zu verkün⸗ digen. Es drängte ihn um ſo mehr dazu, als er ſich jetzt, nun die Gefahr vorüber, ſeiner Feigheit und ſeines Kleinmuthes ſchämte, womit er ſelbſt Ulrich preisgegeben, und nur ſich ſelbſt aus der Schlinge zu ziehen geſucht hatte. Um ſein eigenes Gewiſſen zu beruhigen, redete er auch ſich ſelbſt glücklich ein, daß er, da Eliſabeth ihn zu Rath gezogen, ehe ſie gen' Augsburg reiſte, doch einigen Antheil an dem glücklichen Reſultat habe, das ſie mit heimgebracht, und daß er ſich wenigſtens mit einigen ſol⸗ chen Andeutungen bei Ulrich entſchuldigen dürfe. Ulrich war wie ein Träumender das Leben war ihm wieder geſchenkt, und mehr als das: die Ehre, und mehr als beides: die hohe Kunſt, der er diente, der er voll heiliger Begeiſterung ſich ganz geweiht, ein Tempelbauer, der mit reinen Händen die reine Form zu bilden ſtrebte, die das Schöne mit dem Erhabenen ver⸗ einend über der betenden Menſcheit einen Himmel zu wölben ſuchte, der es ihr leicht machte, ſich zu dem hiberirdiſchen emporzuſchwingen; er hatte nicht vergebens gelebt und geſtrebt bis jetzt er durfte weiter leben und ſtreben zu dem erhabenſten Ziele! Aber den⸗ noch von Allem, was er verlebt und gelitten, war in 16* 9