Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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einer Hallerin preisgegeben ſehen, was ſie mit dem rein⸗ ſten Hochſinn des Herzens gethan, dem ein edles Weſen folgt, auch wenn es ſich ſagen muß, daß es ſich damit dem Spott oder der Verläumdung ausſetze. Am meiſten aber wünſchte ſie aus weiblichem Zartgefühl, daß es Ul⸗ rich ſelbſt verborgen bleibe, was ſie für ihn gethan: ihr ſchönſter Lohn war es daß ſie ihm Leben und Ehre wie⸗ dergegeben, ihr genügte dies Bewußtſein, ſie wollte kei⸗ nen Dank, und ſie wollte auch kein Begegnen, das ihren und ſeinen Ruf auf's Neue gefährden könne.

Aber freilich! bis jetzt war auch nur das eine Ver⸗ ſprechen des Königs in Erfüllung gegangen, daß die Ver⸗ urtheilten begnadigt und frei und die noch ſchwebenden Unterſuchungen niedergeſchlagen waren aber daß Ulrich für ehelich erklärt ward und in die Bauhütte wieder auf⸗ genommen, das ging nicht ſo ſchnell, das bedurfte erſt noch anderer Schritte und Vorbereitungen und konnte ihm nur als Hoffnung verkündet werden. Indeß hatte Eliſabeth doch die königliche Schrift in Händen, welche für Ulrich zum Freibrief werden ſollte, aber da ſie das Dokument in die Hände des Propſtes legte, geſchah es nur unter der Bedingung: Ulrich weder zu ſagen, durch wen er es erhalten, noch wem er dieſe glückliche Wen⸗ dung ſeines traurigen Geſchickes verdanke.

Da der Propſt mit zu den Erſten gehörte, welcher