Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

die hören gewiſſe Perſonen nur in ſolchem Gewande.— Wenn wir durch Wien reiſen, werden wir Konrad Celtes treffen, der dort an der Univerſität auch die Wahrheit redet und dafür wirkt, daß ſie mit der Schönheit die Geſittung und das deutſche Bewußtſein fördere in deut⸗ ſcher Nation— darf ich ihm einen Gruß von Euch ver⸗ melden und Alles ſagen, was wir hier verhandelt haben?“

„Alles!“ antwortete ſie;„ſag't ihm, daß Eliſabeth Scheurl ſtolz iſt auf ſeine Achtung, wie es einſt Eliſa⸗ beth Behaim auf ſeine Liebe war, und daß ſie der ho⸗ hen Bahn ſich freue, die ſein Genius wandle. Sag't ihm, daß gleich wie er bemüht ſei, vaterländiſchen Sinn zu wecken unter den Gelehrten wie unter der Jugend, und dem deutſchen Volle zu zeigen, daß es eine Geſchichte habe:— Eliſabeth ſeinem Streben zu folgen vermöge, und ſo viel ſie ſelbſt es könne, deutſche Art und Kunſt mit fördern helfe in ihrem Kreiſe; daß ſie alle Schätze, mit denen ſie geſegnet ſei, ſortan nur dazu verwenden werde, und daß wir, wie weit getrennt auch immer, uns in jenem höhern Menſchheitsleben begegneten, das durch ein ſegenbringendes Streben für Andere, und wenn auch erſt für ſpätere Geſchlechter, wenigſtens in einzelnen Veihe⸗ ſtunden für alle Entbehrungen irdiſchen Glückes entſchä⸗ digen kann!“

„Und ich werde hinzufügen,“ ſagte Kunz als letztes