Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Es ſchadet nichts, daß die Eva den Adam verführte, wenn auch erſt damit ſo viel Unheil in die Welt gekom⸗ men: das Gute hat es gehabt, daß ihre Töchter ihre Macht über die Männer kennen und ſie manchmal ver⸗ führen— zu etwas Gutem.— Nun kehret glücklich heim nach Nürnberg; Ihr werdet wohl bald wie Penalope von Freiern belagert ſein— und wenn Ihr wieder Hochzeit haltet, ſo bittet mich zu Gaſte wie zu der der Jungftau Muffel.

Eliſabeth erwiederte ruhig„Hoffentlich findet ſich eine andere Gelegenheit, Euch wiederzuſehen; ich glaubte, Ihr dächtet beſſer von mir, als zu denken, daß ich zum zweitenmale—“

Sie ſtockte und er ſagte:„Das iſt die Redensart aller Witwen, ſo lange ſie trauen; aber dann—“

„Verzeiht,“ unterbrach ſie ihn,„Ihr ließt mich nicht ausreden— ich wollte ſagen: um zum zweitenmale eine Thorheit zu begehen. Ihr ſeh't, ich habe Offenheit von Euch gelernt— und auf Heuchelei mich niemals ver⸗ ſtanden!“

Er drückte ihr die Hand und ſagte:„Es iſt doch Schade, daß Ihr kein Mann geworden ſeid; Ihr könntet vielleicht einmal als mein Nachſolger Euer Glück machen. Ihr verſteht Euch darauf, Scherz und Ernſt ſo zu ver⸗ mengen, daß die Wahrheit heraus kommen muß— und