Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Raufereien und Zänkereien einen Damm entgegenzuſetzen, einen wahrhaften, dauernden, ewigen Landfrieden geſtiſtet und ein Reichskammergericht eingeſetzt, das auf Ordnung ſieht im Großen und Kleinen, dann bin ich gewiß der Letzte, der Dich zum eigenmächtigen Handeln drängt. Aber ſo lange Du Andere eigenmächtig das Böſe thun ſiehſt, kannſt Du auch eigenmächtig das Gute thun— dadurch wird weder das Reich zu Grunde gehen, noch das Haus Habsburg!“

Als Eliſabeth aus Kunzen's Händen die königlichen Schreiben mit der Unterſchriſt und dem Siegel Maren's empfing, wies der Narr ihren tiefempfundenen Dank zu⸗ rück, indem er ſagte:„Ihr kamet zur guten Stunde und hab't mir mehr geholfen, denn daß ich Euch geholfen hätte. Ich hatte ſchon daran gedacht, daß ein Friedens⸗ und Freudenfeſt, wie die Verſöhnung des Kaiſers mit ſei⸗ nen Kindern, überall einen Nachhall finden ſollte und einige arme Teufel aus Schöppen⸗ und Pfaffenhänden beſreien; aber die Majeſtät meinte erſt, es ſei ſchon ge⸗ nug, daß die ganze Heeresmannſchaft wieder heimgehen könne zu den Ihrigen— wenn er gleich das ſchöne Heer lieber beiſammen behielte, es an die flandriſchen und franzöſiſchen Grenzen zu ſchicken— und da war es gut, daß Ihr kamet und ich mein eigenes Wünſchlein hinter die Bitte aus ſchönen Frauenlippen verſtecken konnte.