Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Eliſabeth's Augen ſtrahlten; ſie faßte Kunzen's Hand und rief:„O wohl mir, daß ich in Euch einen Für⸗ ſprecher gefunden, wo mir ohne denſelben Rath und Hilfe fehlen würden!“

„Ihr würdet meiner nicht bedurft haben,“ ſagte Kunz,„wenn Ihr für Euch ſelbſt etwas erbeten hättet; Ihr wißt, daß es den ritterlichſten König immer ver⸗ droß, daß Ihr bei ihm— an Andere denkt!“

Das traf. Max zog die Augenbrauen unwillig auſ und ſagte zu Eliſabeth:„Da der Narr beſſern Rath weiß als ich, ſo mag er die Papiere, die ich Euch als Freibriefe für Euren Schützling oder Schützer mitgeben will, nach Gutdünken ausfertigen. Ich habe Euch mein Wort gegeben, das die Erfüllung Eurer Bitte im Vor⸗ aus gewährleiſtete— es ſoll mir eine Warnung ſein, ſchö⸗ nen Frauen gegenüber damit künftig vorſichtiger zu ſein. Ich liebe dieſe willkürlichen Handlungen nicht, zu denen Ihr mich drängt!“

„Hoho!“ ſagte der Narr, indem er eifrig auf große Stempelbogen ſchrieb,„die Willkür der Gnade iſt mir immer lieber als die der Rache. Das deutſche Reich iſt ohnehin nicht in ſonderlicher Ordnung, und der Wirrwarr wird nicht größer, wenn Du einmal Gnade vor Recht angehen läßt. Biſt Du erſt Kaiſer, haſt Du aus den jetzigen ſchwachen Verſuchen, den großen und kleinen

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