Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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niglichen Baubruder ruf' ich an, ſich des Baubruders zu erbarmen.“

Max runzelte die Stirn.„Einen königlichen Bau⸗ bruder,“ ſagte er,„gibt es nicht. Als freier Maurer bin ich nur der Bruder Mar und habe nicht mehr Macht als die andern— als König hab' ich die Statuten der Bauhütten beſtätigt, als Baubruder muß ich ihre Ent⸗ ſcheidungen ehren!“

Eliſabeth erzählte ſo kurz als möglich Ulrich's Ge⸗ ſchic; daß er aus der Bauhütte ausgeſtoßen worden, weil er nicht ehrlich geboren ſei, und daß er nun zum Feuertode verurtheilt worden, weil er ſeinen Vater aus gräßlichem Gefängniß beſreit. Sie hatte weder einen Na⸗ men, noch irgend eine Perſon in dieſer traurigen Ge⸗ ſchichte vergeſſen; aber mit beſonderer Begeiſterung ſagte ſie Alles, was zu Ulrich's Lob und Entſchuldigung ſich ſagen ließ: wie er ſelbſt erſt vor Kurzem das Geheim⸗ niß ſeiner Geburt erfahren, und wie er nichts gethan habe, was nicht eher Bewunderung als Straſe verdiene.

Wohl war Mar gerührt— aber er wußte ſelbſt kei⸗ nen Ausweg.

„Ei was,“ ſagte der Narr, der niemals ein Freund der Geiſtlichkeit war, auf ihre Koſten immer am meiſten ſpottete und ſich freute, wenn er ihrer Macht ein Schnipp⸗ chen ſchlagen konnte,„wenn es nicht wahr ſein ſoll, was