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Eliſabeth ſelbſt vor ihm ſtand, ſogleich ſeiner ſchönen Wirthin und ſeines königlichen Wortes eingedenk geweſen ſein, denn ihre Erſcheinung übte denſelben magiſchen Ein⸗ druck auf ihn wie einſt, umhüllte ſie auch jetzt die dunkle Trauerkleidung ſtatt dem gewählten Putz in dem er ſie ſonſt geſehen.
Auf den Lippen des luſtigen Rathes erſtarb vor ihrem Blick auf dieſe Trauerzeichen und der ſchmerzlichen Bewegung, die aus Eliſabeth's Mienen ſprach, wohl der Scherz, aber nicht die herzliche Anrede, mit welcher er ſie begrüßte.
So fand ſie ſchnell ein williges Gehör. Der König überreichte ihr die Nadel wieder und ſagte:„Nehmtt ſie noch einmal aus meiner Hand als mein Verſprechen Euer Geſuch zu gewähren, dafern das in der Macht des rö⸗ miſchen Königs iſt. Ich ſehe Euch in Trauer wieder!“
Sie erwähnte nur kurz, daß ſie Wittwe geworden, und ſagte dann:„Ich komme nicht, um für mich ſelbſt zu bitten, ſondern für Einen, der, obwohl mir ein Frem⸗ der, zweimal ſein Leben einſetzte, das meine zu retten oder mir einen Schimpf zu erſparen— ich komme, um von Euch das Leben und die Ehre eines Baubruders zu erbitten, dem Ihr einſt in Nürnberg auch Eure Huld er⸗ wieſet— ich bitte für Ulrich von Straßburg. Den kö⸗


