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das gelungene Friedenswerk— da trat ein Edelknabe ha⸗ ſtig ein, ſo daß Max aufbrechend rief:„Nun, ſind die Roſſe geſattelt und gezäumt? Auf mich ſoll Niemand zu warten haben!“
„Verzeiht,“ antwortete der Eintretende,„ich wollte wohl Euren Befehl folgen, Niemanden votzulaſſen, da Ihr durchaus nicht aufgehalten ſein wollt; aber eine trauernde Dame verlangte von mir Euch gemeldet zu werden, und da ich mich deſſen weigern wollte, gab ſie mir dieſe Nadel— ich müſſe ſie Euch geben, dann werde ſie nicht vergeblich bitten.“
Max blickte ſinnend auf die Nadel und fragte:„Hat ſich die Dame nicht genannt?— In Trauer ſagſt Du?— Nun, führe ſie nur herein!“
Aber Kunz hatte kaum die Nadel geſehen, als er rief:„Das iſt Nürnberger Hand! Wahrhaſtig, Ihr Kö⸗ nige hab't doch das ſchlechteſte Gedächtniß, der Narr muß es immer für Euch haben— ſelbſt für Eure Narr⸗ heiten! Die Nadel ſchenktet Ihr einſt der ſchönſten Nürn⸗ bergerin und ihrem Gatten zur Nadel den Adel! Wenn Ihr FEliſabeth Scheurl vergeſſen hab't, weil ſie tugend⸗ hafter blieb als Andere, die Euch gefielen, ſo habe ich ſie mir deshalb um ſo beſſer gemerkt— denn ein Narr merkt ſich die Ausnahmen immer beſſer als die Regel.“
Auch ohne dieſe Mahnung würde der König, als


