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in den Beſit deſſelben gekommen, und ob er wirklich, wie man munkelte,„dieſe Nachricht einer hübſchen Judendirne abgeſchwatzt“ und welche Beweiſe er für die Betheiligung der Juden an jenem Raub etwa zu ſchaffen wiſſe. Indeß hatte Eliſabeth Scheurl den Rropſt Kreß ge⸗ ſprochen und von ihm erfahren, wie es um Ulrich ſtand. Er jammerte ihn— aber da er nicht abſah, was er ſelbſt thun konnte, das Geſchick des ausgeſtoßenen Baubruders zu mildern, war er nun ſelbſt auf der Hut das ſeinige nicht mit ihm zu verknüpfen; ſah er aber ohne Gefahr für ſich ſelbſt eine Möglichkeit Ulrich zu retten, ſo war ſie ihm tauſendmal willkommen. Als ihn daher Eliſabeth für ihr Vorhaben in's Vertrauen zog und dafür wieder Vertrauen von ihm verlangte, da gab er es ihr mit Freuden und verheimlichte ihr nichts, was ihr bei ihrem Vorhaben förderlich ſein konnte. So ernſt und heilig ihm die Sache war— es ſpielte doch dabei ein ſchlaues Lächeln um ſeinen Mund: er behielt doch recht, daß der Bau⸗ bruder vor den Augen der ſtolzen Eliſabeth Gnade ge⸗ funden; daß die Angſt, welche ſie um ihn empfand, der Entſchluß, auch das Aeußerſte zu ſeiner Rettung zu ver⸗ ſuchen, mehr war als Dankbarkeit— ja, er ging in ſei⸗ nem Mißtrauen noch weiter: er begriff wohl, daß Eliſa⸗ beth's unbegrenzter Stolz ihr nicht erlaubt hatte die Hilfe des Königs für ſich ſelbſt anzurufen, da ſie derſelben be⸗


