Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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nach ſeiner Mutter zu forſchen, und da er erfuhr, wie nahe ſie ihm war, und in's Claragäßlein zog, um ihr noch näher zu ſein: da hatte er dennoch jeder Verſuchung widerſtanden, ſich und ſie zu verrathen; aber wie hätte er mögen die Mutter auf dem Sterbebette ſich vergeblich nach ihm ſehnen laſſen— wie hätte er mögen dem eige⸗ nen Sehnen widerſtehen, den letzten Segen ſeiner Mutter zu erhalten? Nun war es geſchehen— nun war es vor⸗ bei; er hatte keine Mutter mehr, und ihr Segen war ihm doch zum Fluch geworden, der flüchtige Vater ahnungs⸗ los ihm ſelbſt zum Verräther!

Er hatte nichts gewonnen und Alles verloren!

Als man ihn vor dem geiſtlichen Gericht verhörte, bekannte er wieder, was er vor dem Hüttenmeiſter be⸗ kannte.

Sein Urtheil lautete in erſter Inſtanz auf Tod durch das Feuer. Er vernahm es mit ruhiger Reſignation. Mochte mit ihm geſchehen, was da wollte— er gehörte ja nicht einmal in das Leben— ſeine bloße Exiſtenz ward ihm ja ſchon zum Verbrechen angerechnet. Er hatte von aufgeklärten, begeiſterten Männern ſprechen hören, die in Koſtnitz noch vor ſeiner Zeit den Flammentod für ihre Uiberzeugung erlitten und auf dem Holzſtoß noch fromme Triumphgeſänge angeſtimmt hatten. Hätte er doch auch ſo leiden dürſen für eine höhere Idee! Aber aus dem