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hatten die ſegnenden Elternhände auf ſeinem Haupt ge⸗ ruht— es waren nur Augenblicke geweſen voll Kampf und Qual und Wehmuth— und wie theuer waren ſie erkauft! Wie hatte Ulrich nur allein ſeiner hohen Kunſt gelebt! wie war ihm jede Verſuchung leicht geweſen zu überwinden, die ihn einmal zum Niedern ziehen wollte, ſchon allein durch dieſen heiligen Schwung ſeiner Seele, die vom Gemeinen und Rohen ſich abgeſtoßen fühlte! Wie redlich hatte er mit ſich gekämpft, wenn die Verſu⸗ chung kam in einem reizenderen Gewande, mit einem Blick der auch zum Himmel flog, in ihm den ſeinen zu begegnen— aber doch in irdiſch ſchöner Form, an die er nie ſich hingeben durſte! Der Schwärmerei widerſtand er nicht, aber ſie machte ihn nur begeiſterter und wei⸗ cher und lockte ihn zu keiner Sünde. Nur der Verſuchung, die von Elternhand ihm kam, hatte er nicht zu wider⸗ ſtehen vermögen. So wenig wie ſein Daſein überhaupt ein Verbrechen war vor Gott, da es die Welt und zu⸗ mal die Satzungen des Bundes, dem er angehörte, es doch dem Unſchuldigen ſelbſt dazn machten: ſo wenig war ein Verbrechen vor Gott, wenn der Sohn den Vater vom entſetzlichſten Tode rettete, als deſſen Urſache er ſich ſelbſt anklagen mußte; aber es war ein Verbrechen vor der Welt und vor dem Gericht, daß er ihm ein Opfer entzog. Er war vor ſich ſelbſt auf der Hut geweſen, nicht


