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und das Kleid, das ich trug— dann geißelte ich mich ſelbſt und ließ mich geißeln, bis ich ein hitiges Fieber bekam und ſtill ward— und dann hieß es, ich habe Buße gethan und ſei geneſen und wieder begnadigt!“
„Ihr kanntet meine Mutter?“ unterbrach ihn Ulrich.
„Ob ich ſie kannte?“ rief Amadeus;„ſo Zug für Zug lebt ihr Bild in meinem Herzen, daß ich an ihm Dich erkannte! Wenn ſie noch lebt, ſo ſage ihr—“
„H Gott!“ rief Urich,„ich weiß nichts von ihr von dem Augenblick an, wo unſer Heimathdorf im Elſaß verwüſtet ward, indeß ich im Kloſter eine Zuflucht ge⸗ funden— ſag't mir, was Ihr von ihr wißt!“
„Es iſt doch beſſer, ich nehme das Geheimniß mit in das Grab,“ ſagte Amadeus nach einigem Beſinnen; „oder vielmehr ich behalte es darin— ich bin ſchon im Grabe!— Urich, wenn es ſich Dir jemals entſchleiert, ſo mache Dir dennoch keinen Vorwurf, daß Du mich in dies Grab gebracht; es iſt eine Sühne für meine Schuld und Rache für Deine Mutter; Du warſt berufen dies Amt zu vollſtrecken— ich will meine Hand ſegnend auf Dein Haupt legen. Du haſt es nun ſchon gehört, daß es nicht gemeine Beſtialität meiner Natur war, die mich den Fre⸗ vel an dem Heiligthum begehen hieß, für den Du ſo entſetzlich ſtrafende Worte hatteſt, daß ich erſt in dieſem Augenblick, da Du ſie ſprachſt, fühlte, ich habe wirklich


