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damals üblichem Gobelinsſtich noch einmal wiederholen. Ganze Körbe, von Wolle und Seide in ſtrahlenden Far⸗ ben, Gold⸗ und Silberfaden angefüllt, ſtanden bereit, das reichſte Material zur Verarbeitung zu bieten.
Etwa ſeit Jahresfriſt war Eliſabeth auf den Ge⸗ danken gekommen, die Pöchter der edlen Geſchlechter Nürnbergs außzuſordern, mit ihr vereint einen Teppich vor das Hochaltar der Kirche von St. Lorenz zu ſticken, an deren Verſchönerung gerade jetzt ſo begeiſtert gearbeitet ward. War doch damals alle Kunſt zu einem Ganzen vereint in der Kirche und ſtrebte alle Kunſtbegeiſterung dieſem erhabenen Mittelpunkt zu— ſo auch die Frauen. Eliſabeth aber ging immer Allen gern mit einem leuch⸗ tenden Beiſpiel ſtand immer gern an der Spitze und ordnete Alles nach ihrem Sinn und Geſchmack, der denn auch durch ſeine Veredlung und Reinheit berufen war, vor dem Anderer zur Geltung zu kommen. Ihr geachteter Name wie ihr Reichthum ſielen dabei nicht minder in die Wagſchagle, und auch ihre Feindinnen und Neiderinnen mußten ſich damit begnügen, ſie im Stillen zu verſpotten und zu verläumden, öffentlich aber ihr den Vorrang zu laſſen und perſönlich ihr höflich zu begegnen. Bei einem ſo regen Geiſte, wie dem Eliſa⸗ beth's, und einem ſo glühenden Herzen, wie in ihrer Bruſt ſchlug, dem ſie doch nicht mehr die einſtige laute
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