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zu einem Arbeitszimmer umgeſchaffen. An der Wand be⸗ fand ſich eine große Holztafel, auf deren himmelblauem Grund eine Auferſtehung Chriſti gemalt war. Der Engel des Herrn ſaß im leuchtenden Gewand im Grabe, die Jünger und Frauen ſtanden beſtürzt davor, zur rechten Seite zeigte ſich der Auferſtandene, die ganze Geſtalt vom goldenen Heiligenſchein umfloſſen. Die Farben waren ſehr bunt und lebhaft, die Geſtalten lang gezogen und eckig, aber einzelne Geſichter von ſprechendem Ausdruck. In der im Vordergrund ſtehenden Maria Magdalena erkannte man ohne Mühe Eliſabeth's Konterfei. Daneben lehnten noch kleinere Holztafeln mit ſchwebenden oder betenden Engeln, umgeben von Palmen oder Sternen, aus denen meiſt Ecken in verſchiedenen Zuſammenſetungen gebildet waren.
An den beiden hohen Bogenſenſtern, von denen die ſchweren Damaſtoorhänge zurückgeſchoben waren, um un⸗ gehindert alles Licht einzulaſſen, das die kurzen Winter⸗ tage ſpendeten, ſtanden zwei ungeheure Stickrahmen, noch nicht groß genug, um den Stoff zu ſaſſen, der darin verarbeitet werden ſollte, und darum noch an den Sei⸗ ten aufgerollt war. Hier ſah man ein mühevo Werk weiblicher kunſtgeübter Hände begonnen. Das größe auf⸗ geſtellte Gemälde von der Hand des Malers Hans Beuerlein diente als Muſter, und ſollte ſich hier in


