Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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digten Naturen voll roher Kraft und ſtarker Gefühle, ohne den Willen Hieſelben jemals zu zügeln, da er ohne ſittliche Grundſätzs war. Seine feurige Leidenſchaftlichkeit und die augenblichliche Wahrheit ſeiner Empfindungen machte ſein Glück bei liebebedürſtigen und gefühlvollen Frauen, die von ſeiner äußern ritterlichen Erſcheinung und einzelnen herviſchen Eigenſchaften ſeines Charakters beſtochen, ohne denſelben näher prüfen zu können, in ihm das Ideal eines Helden fanden. So hatte er früh das Herz des Edelfräuleins Helene von Heideck gewonnen und ſie als ſeine Gattin heimgeführt. Aber bald ward er ihrer über⸗ drüßig, und nur um wieder frei leben zu können, nahm er Kriegsdienſte und abenteuerte in allen Ländern umher. So kam er nach Venedig, wo er Cliſabeth Behaim kennen lernte und mit leidenſchaftlicher Gluth ſich an ſie hing. Er erkannte ihren ſittlichen th hinlänglich, um zu wiſſen, daß ſie allen Verführungskünſten eines Man⸗ nes widerſtehen werde, auf deſſen Herz ein anderes We⸗ ſen frühere Rechte habe, und ſo verläugnete er dieſes. Ja, als er ſich mit Eliſabeth verlobte, leitete ihn viel⸗ leicht auch die Hoffnung, ſeine verlaſſen hinſiechende Gat⸗ tin könne ſterben, oder der einmal begonnene Betrug ſich weiter fortſetzen laſſen. So verbrachte er ein Jahr fern von Eliſabeth und der Heimath, bis ihn ſeine Leidenſchaft in die Nähe Nürnbergs trieb und er nur daran dachte, Eliſabeth an ſich zu reißen, zu entführen, gleichviel was