Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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der Mehrzahl auf der Hallerwieſe überſallen und ihm unter ſrechen Scherz⸗ und Schimpfworten ſein Schwert entriſſen. Aber er hatte dabei nicht bedacht, daß der Kö⸗ nig ſelbſt ein Baubruder war und den Worten freier Steinmetzen mehr Vertrauen ſchenkte als einem Ritter⸗ wort; noch weniger wußte er, daß Eliſabeth ſchon vor allen Frauen Nürnbergs vor den Augen des Königs Gnade gefunden. So hatte er erſt nur die königliche Antwort erhalten, daß die Sache unterſucht werden ſolle, um darauf den noch größern Schimpf zu erleben, daß ihm der König ſein Schwert zwar wieder ſandte, aber mit der Bemerkung, daß er es nur außerhalb der Stadt tragen dürfe, und mit der Verweiſung aus derſelben und der Drohung, daß er, falls er nicht gehorche, als ein Friedensbrecher dem Gefängniß und Gericht der Stadt werde überantwortet werden. Wie ſehr Streitberg auch wüthen mochte: es blieb ihm nichts übrig als zu gehor⸗ chen, und er mußte noch froh ſein, daß er doch keinen öffentlichen Schimpf erleben, ſondern ſich den Anſchein geben durfte, als riefe ein Geſchäft ihn ſort.

Er zog ſich indeß auf Weyſpriach's Veſte zurück, und ward immer mehr von Zorn erfüllt, als er vernahm, wie der König Eliſabeth auszeichnete, bei deren Anblick ſeine ganze alte Leidenſchaft für ſie wieder erwacht war.

Eberhard von Streitberg war eine jener ungebän⸗

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