Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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An dem Gaſtmahl in Nürnberg, an welchem der Ritter von Weyſpriach die gehäſſigen Geſinnungen kennen lernte, welche die Hallerin gegen die Scheurlin hegte, hatte er von dieſer im Intereſſe ſeines Freundes Streit⸗ berg mehr zu erfahren und ſie mit zu ſeiner Bundes⸗ genoſſin zu machen gefucht. Bei ihren ſpäteren Wieder⸗ ſehen war zwiſchen ihnen ein Plan verabredet worden, eine von Streitberg mit der Scheurlin gewünſchte Zu⸗ ſammenkunft zu veranſtalten. Wie ſehr auch die Hallerin wünſchte, die beneidete und darum verhaßte Feindin zu demüthigen, ſo wollte ſie ſich doch erſt lange nicht zu einer Vermittlerin hergeben, obwohl Weyſpriach nichts von ihr verlangte, als daß ſie Eliſabeth mit andern Gäſten zu ſich lade und ſie dann in ein abgelegenes Gemach locke, in dem ein von ihr verſchmähter Liebhaber der Ritter nannte abſichtlich keinen Namen ſie ungeſtört treffen könne. Nur um einen Preis war ſie bereit das zu thun: wenn ſie eine, derjenigen Eliſabeth's ganz gleiche Nadel erhalte, die ſie nun, wo der König fort war, auch als ein Geſchenk ſeiner Huld ausgeben, dadurch Eliſabeth demüthigen und ſich an ihr rächen könne ja die Hal⸗ lerin beſtand etſchieden darauf, nicht früher ihre hilfreiche Hand zu bieten, bis ſie in den Beſitz der Nadel geſetzt worden.

Doppelt ungelegen war es darum den Rittern,