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del immer zu ſeinem Vortheil zu lenken, wenn er dabei auch immer jammerte und klagte, als habe er nichts als Verluſt davon. Aber damit allein waren die Geſchäfte des Juden noch nicht erſchöpſt. Da eben Leute aus allerlei Volk zu ihm ihre Zuflucht nahmen, ſo war er auch von tauſend Dingen unterrichtet, die in den ſtolzeſten Patrizierhäuſern wie in den verdächtigſten Schlupfwinkeln der niedrigſten Klaſſe vor ſich gingen und andern Blicken ſich verhüllten, und darum wußte er in tauſend Stücken Rath, den er ſich ſo gut wie ſeinen Trödlerkram bezah⸗ len ließ.
So, als er auf das Schloß des Ritters von Wey⸗ ſpriach kurz nach der Abreiſe des Königs Mar gekom⸗ men, auf dem der aus Nürnberg verwieſene Eberhard von Streitberg einſtweilen ein Aſl geſucht, um von da aus ſeine Ziele zu erreichen, erhielt der Jude von den Rittern den Auſtrag auszukundſchaſten, welcher Goldſchmied Nürnbergs die Roſe gearbeitet, welche der König der Scheurlin geſchenkt. Er ſollte eine ganz gleiche danach anfertigen laſſen. Da der Jude erfuhr, daß Meiſter Al⸗ brecht Dürer der Verfertiger war, ein Mann, der ſich weder durch Beſtechung noch Drohung zu einer unredli⸗ chen Handlung verleiten ließ, und der ſich um keinen Preis in ein Geſchäft mit einem Juden würde eingelaſſen haben, ſo kam er darauf, durch die alte Jacobea, welche er zu ihm ſandte, zu ſeinem Ziel zu gelangen.


