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umher; aber gewöhnlich kam er mit gefüllterem Sack zu⸗ rück, als mit dem er ausgezogen, und war doch gar
wohl mit ſeinem Handel zufrieden. Während die großen
Kaufleute von Nürnberg ihre Waaren meiſt nur mit großer Bedeckung von Reiſigen weiter in's Land zu füh⸗ ren wagten, da die Raubritter und Wegelagerer jetzt ihr Weſen ungeſcheuter denn jemals trieben, beſonders in den nahen Reichsſorſten und oſt bis unter die Mauern der Burg, wandelte der Jude mit ſeinen Kindern einſam, aber ſicher, trotz den oft reichen Schätzen, die ſie bei ſich trugen. Das doppelte Räthſel löſtt ſich leicht: Wo jene die Stehler machten, war er der Hehler. Oder wenn man das nicht ſagen kann, da die Raubritter ihr Weſen ſo ungeſcheut trieben, daß ſie gar keines Hehlers bedurften, ſondern mit frecher Hand nur nach dem rohen Recht des Stärkeren räuberiſch an ſich riſſen, was den ſchwä⸗ cher bewahrten Handelsleuten abzunehmen war, ihrer Beute oft noch ſich rühmend: ſo war dieſe doch oft der Art, daß ſie für ihre Verhältniſſe ſelbſt nicht immer brauchbar erſchien— da war denn in dieſen Räuberhöhlen, welche den ſtolzen Namen Schlöſſer führten, der Jude Ezechiel eine ſehr willkommene Erſcheinung. Von ihm erhielt man für dieſe unnützen Waaren nützlichere und dem augen⸗
blickichen Bedürfniß entſprechende nach freier Auswahl,
oder baares Geld, und der Jude wußte dabei den Han⸗


