Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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auch Herr Scheurl, von dem Diener benachrichtigt, mit zahlreicher Begleitung und einer Sänfte für ſeine Ge⸗ mahlin.

Als ſie im Hauſe angekommen und er eine Erklä⸗ rung von ihr forderte, konnte ſie ihm keine andere ge⸗ ben, als daß gegen Abend ein Knabe zu ihr gekommen, den ihre ehemalige Amme, die jene Hütte mit einer ihr verwandten Holzhauerſamilie theile, ſchon oſt als Boten zu ihr geſchickt, um ihr zu ſagen, daß die kranke Amme nicht erſterben könne, wenn ſie nicht noch einmal ſie ge⸗ ſehen. Sie ſei darum mit dem Diener dahin gegangen, indeß ihr Gemahl nicht dageweſen. Die Amme war noch am Leben, aber nicht bei Bewußtſein, in der Hütte Nie⸗ mand zu Hauſe als die alte Frau. Vergeblich habe ſie lange gewartet, ob der Amme nicht ein lichter Augen⸗ plick komme, und dann ſei ſie endlich gegangen, da ſie die Nacht gefürchtet. Der Ritter, der ſich zu ihr gedrängt, habe das Viſir geſchloſſen gehabt, ſie könne nicht wiſſen, wer es geweſen.

Daß ſie in ihm Eberhard von Streitberg erkannt, verſchwieg ſie ebenſo, wie ſie den Vorfall auf der Haller⸗ wieſe verſchwiegen, und bat ihren Gemahl um ihres Rufes willen die Geſchichte nicht erſt vor den Rath zu bringen und zu einer Unterſuchung, die doch zu Nichts führe, da die Nürnberger ja keinen hängen, den ſie nicht