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Indeß währte das Getümmel und Gewirre fort— ver⸗ geblich hatte der Ritter verſucht Eliſabeth mitzuſchleppen; der knieende Ulrich hatte ihn in die Hand gehauen, daß er ſie laſſen mußte. Da die Bewaffneten aus der Stadt kamen, ſchwang ſich der Ritter auf das Pferd eines im Kampf geſtürzten Knappen, und es gelang ihm mit den andern zu entfliehen. Der Knappe, ein Steinmetzgeſelle und Ulrich lagen für todt am Boden; Eliſabeth war zu⸗ rück in die Hütte geeilt, nicht um ſich zu retten, ſondern um Waſſer und Linnen und die Frau, welche ſie be⸗ wohnte, zu holen den Verwundeten beizuſtehen. Die Frau folgte ihr mit Jammergeſchrei; Eliſabeth ſagte verweiſend: „Das nützt nichts— helft!“ und neigte ſich über den regungsloſen Ulrich. Jetzt erſt erkannte ſie ihn, da ein Kienſpan, den die Alte mitgebracht, ihn beleuchtete. Jetzt erſt überrieſelten ſie kalte Schauer, jetzt erſt war es mit ihrer Kraft vorbei.„Todt! für mich!“ hauchte ſie verzweiflungsvoll. Er ſchlug die Augen auf und es war, als entſtröme ihnen ein verklärender Strahl, dann ſchloß er ſie wieder, um ſeine Lippen zuckte der Schmerz— vielleicht war es zum letztenmale.
Indeß hatten die Baubrüder und die herbeigeholten Stadtmilizen aus Stangen, die ſie an der Hütte ſanden, und Aeſten, die ſie im Walde brachen, Tragbahren be⸗ reitet und die drei Verwundeten darauf gelegt. Jetzt kam
1859. XV. Nürnberg. 1. 16


