u
ben man ihr vorhin vermeldete und ſie beſchwören ließ herauszukommen, weil ſie ſonſt nicht ſterben könne.“
„Eben weil es ein verrufenes Haus iſt,“ ſagte Ul⸗ rich,„ſolltet Ihr außen Wache ſtehen, um zu beobachten, daß ſich nichts Verdächtiges zeigt. Wir ſind hier in der Nähe, ruft nach uns, wenn ihr eines Beiſtandes bedürfet.“
Damit ging er mit Erwin, der zu ihm ſagte:„War es nicht die Scheurlin, die Ihr gegen einen Ritter ver⸗ theidigt, wie der König hier war, und die er ſelbſt vor allen Frauen ausgezeichnet?“
„Ja,“ antwortete Ulrich;„wer weiß, droht ihr nicht wieder eine Gefahr, dieſe frechen Raubritter ſind zu allen Schändlichkeiten fähig. Erſt vor wenig Tagen iſt bei Niclashauſen ein Waarentransport überfallen worden, ein Trupp ritterliches Raubgeſindel hat die Kaufleute und ihr Geleit in die Flucht geſchlagen und ihre Waaren auf ihre Burgen geſchleppt. Der Nürnberger Rath denkt immer ſich allein helfen zu können, wenn die Reichsſtadt aber nicht bald zum ſchwäbiſchen Bunde tritt, ſo wird das Uibel immer ärger werden.“
Als die Beiden wieder zu den Andern kamen, theil⸗ ten ſie ihnen das eben Erfahrene mit, und Hieronymus ſagte:„Es kann ja Einer von uns nahe bei der Hütte bleiben, dem furchtſamen Diener und der barmherzigen Frau zum Schutz, und die Andern rufen, wenn es nöthig.“


