Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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„Ja,“ ſagte Ulrich,„es that mir wohl, dieſen Geiſt in Nürnberg zu finden! Aber eben ſo hat es alle meine Hoffnungen auf König Mar verringert, weil er ſchon vor faſt drei Jahren in einem römiſch⸗königlichen Brief vom 6. November 1486 aus Brüſſel die päpſtliche Bulle in allen Stücken genehmigt, die Inquiſitoren in ſeinen Schutz nimmt und allen und jedem Unterthanen des Reichs be⸗ fiehlt, ihnen bei Vollziehung ihrer Geſchäfte alle Gunſt und Hilfe zu leihen. Und das iſt geſchehen troz dem WViderſpruch der Gebildeten und vieler würdigen Geiſtli⸗ chen, die in ihren Predigten dem Volke die Verſicherung gaben, daß es keine Heren gebe, oder daß es wenigſtens Nichts ſei mit ihren angeblichen Künſten, durch welche ſie den Menſchen und andern Geſchöpfen ſchaden ſollten. Das iſt geſchehen trotz dem Buche De Lamiis pytho- nicis mulieribus von Ulrich Molitor(Müller) aus Koſt⸗ nitz eines Doctors der päpſtlichen Rechte zu Padua, wor⸗ in er den Glauben an die Macht des Teufels zur Be⸗ werkſtelligung der angeblichen Zaubereien beſtreitet und alles davon Erzählte für Erdichtungen oder für Werke der Einbildungskraft erklärt, obwohl er zugibt, daß die⸗ jenigen Straſe verdienen, die durch Armuth und Unglücks⸗ ſälle zum Böſen verſucht, ſich wenigſtens der Abſicht nach dem Dienſt des Teufels ergeben. Aber anſtatt dieſem urtheil der Vernünftigen ſind die Fürſten und Univerſi⸗