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daß er mit der armen Rachel geredet— aber ich ſage die Wahrheit. Vor dem Thor draußen vor der Veſte in dem kleinen Häuslein am Waldesſaume wohnt die Amme der Scheurlin; übermorgen im Dunkeln wird man ſie dahin locken, und derſelbe Ritter von neulich wird ſie überfallen und mit ſich ſchleppen.“
„Aber woher weißt Du das?“ fragte Ulrich.
„Darauf darf und kann ich nicht antworten!“ rief Rachel;„aber einen Eid kann ich ablegen, daß ich die Wahrheit rede und daß es ſo geſchehen wird.“
„Gut,“ ſagte Ulrich,„wenn Dich Dein Gewiſſen treibt, eine ſchlechte That zu verhindern, und Du uns ge⸗ rade dazu beruſen hältſt, ſo wollen wir verſuchen daſſelbe zu thun. Wehe Dir aber, wenn Du nur einen frechen Scherz mit uns getrieben!“
Rachel ſchüttelte ſich:„Ihr braucht mir nicht mit den Strafen zu drohen, die mein warten könnten, den Staubbeſen oder den Henkershänden die Zunge auszu⸗ reißen, die falſch geredet, und allen Marterwerkzeugen— es iſt noch keine Lüge aus meinem Munde gekommen! Ihr werdet es erfahren und mir künſtig glauben. Warnt die Scheurlin— ich thäte es, könnt' ich ſchreiben.“
„Es ſoll geſchehen,“ ſagten die Baubrüder zugleich, „und nun geh' in Deine Gaſſe und gib Dich zuftieden.“ Sie traten durch die Hausthür, die ſie hinter ſich ver⸗


