Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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nachdem ſie an Eberhard geſchrieben und durch Andere Erkundigungen über ihn einzog. Er war verheirathet; in⸗ deß er in der Welt herum abenteuerte, lebte ſeine Gattin einſam auf Streitberg, und jetzt, da ſie hörte, daß er zurückkehre, war ſie ihm entgegengereiſt, um auf dem Schloß eines ſeiner Freunde bei Nürnberg, des Herrn von Weyſpriach, mit ihm zuſammenzutreffen; ſie kam ihm doppelt ungelegen, als ſein Brief an Eliſabeth eben fort war, deſſen Antwort in die Hände der unglücklichen Gat⸗ tin fiel.

Da Eberhard ſeinen Rlan vereitelt ſah, ſo ſchied er wieder aus der Gegend, und Eliſabeth hörte nur, daß er in's heilige Land mit Weyſpriach gereiſt. Freilich nicht zu einer Buß⸗ und Betfahrt, ſondern zu neuen Abenteuern.

Acht Jahre waren ſeitdem vergangen. Eliſabeth, ſo gräßlich in ihrer Jugendliebe betrogen, unſchuldig eine Schuldige, den Mann ihrer Liebe als einen Gegenſtand der Verachtung erkennend, wollte wenigſtens ſich davor bewahren, Anderen ein Gegenſtand des Spottes zu wer⸗ den, und trug die ganze Centnerlaſt ihres Schmerzes allein als ihr Geheimniß, das ſie jetzt tauſendmal ängſt⸗ licher hütete als zur Zeit des Glückes. Sie ſuchte ihr Herz gegen die Liebe zu verhärten und ſetzte jedem Manne kalten Stolz entgegen. So vergingen fünf Jahre. Da