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ſchmolz die Eisrinde unter der Glut der Poeſie, aber auch Celtes erkannte ihr Herz nicht ganz, ſo zog es ſich zuſammen, und durch eine ewige Feſſel wollte ſie es zwingen ruhig zu ſchlagen.
Und jetzt, nach acht Jahren hatte der Verräther ihrer Jugendgefühle ſich wieder zu ihr zu drängen ge⸗ wagt; ſolte er mit dem Markgrafen, mit dem Könige von ihr geſprochen— oder wer ſonſt? Sollte jetzt ver⸗ rathen worden ſein, was ſie als unauslöſchlichen Schimpf empfand? Nimmer hatte ſie ſeinen Namen wieder über ihre Lippen gebracht, weder den Markgrafen noch den König nach ihn fragen mögen, wie ſehr ſie dieſem auch ſeine Verbannung dankte.
Aber hatte ſie nicht für ſich zu fürchten, nun er ihr wieder einmal genaht! Das guälte und ängſtete ſie, und ſie verſank in vergebliches Sinnen darüber, wie über die Geſchichte, die ihr der Goldſchmied Dürer erzählt.


