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det mir ſeine Mutter oder Schweſter? oder wer ſeid Ihr, die er ſeines Vertrauens würdigt?“
Die Fremde nahm Fliſabeth's Arm und ſagte: „Wir wollen in die Stadt gehen, hier iſt es ſo einſam, ich erzähle Euch unterwegs; Eberhard ſchrieb Euch, daß er Euch nach Hauſe begleiten und um Euch werben wolle, und Ihr glaubtet das?“
„Ich habe nie an ſeinem Wort gezweifelt!“ ſagte Eliſabeth zuverſichtlich.
„Armes Kind!“ rief die Fremde,„Eure Unſchuld ſpricht aus Euren Mienen wie aus Eurem Brief, darum kam ich, Euch und mich vor Schande zu bewahren; Ihr wißt wirklich nicht, daß Eberhard ſeit zehn Jahren ver⸗ heirathet iſt?“
„Ihr lügt!“ rief Eliſabeth.
„Ich bin ſeine Gattin, die er einſt liebte wie Euch vielleicht auch; könnte er ehrlich um Euch werben, käme er in Euer Haus; ſo beſtellte er Euch vor das Thor, um Euch zu entführen. Euer Brief fiel in meine Hände ſtatt in ſeine, und ſo kam ich ſtatt ſeiner. Glaubt Ihr mir nicht, ſo ſchreibt ihm nn, was Ihr von ihm gehört, und daß Ihr ihn im Elternhaus erwartet, wie einer ſittſamen Jungfrau ziemt!“
Was auch Eliſabeth noch fragen und zweifeln mochte: es blieb bei dieſem Reſultat, und es blieb dabei,


