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ſanfte Fürbitte Befreundeten zu nützen— das gewährte ihrem ganzen Weſen eine höhere Befriedigung und gab ihr einen höheren Schwung als die leidenſchaftlichen Er⸗ regungen, an denen Gemüth und Sinnlichkeit den grö⸗ ßeren Antheil haben.
Aber jetzt war dieſes Glück vorüber. Es ſchien, als wolle ihr Geſchick ihm nur zeigen, wozu ſie Beruf und Macht habe, was ihr Genüge und Beſeligung geben könne, um es dann nach kurzem Beſitz wieder von ihr zu nehmen!—
Die Muſe eines Dichters und die Freundin eines Königs! Das Schickſal hatte ſie dieſer ſeltenen Gunſt gewürdigt; aber jetzt war Beides vorüber! Mar war nur wie ein leuchtendes Phänomen neben ihr aufgetaucht, und jetzt erglänzte es in unerreichbarer Ferne. Sie ſah wohl noch ſein Leuchten— aber wie ſtolz und eitel ſie auch war, ſie wagte doch nicht ſich einzubilden, der Kö⸗ nig werde unter den Sorgen der Krone und des Krieges noch ihrer gedenken. Sie ſagte ſich, daß er ſo wie ihr wohl ſchon vielen Frauen gehuldigt und vielen andern noch huldigen werde in ſeiner ritterlichen Weiſe, daß, wenn nicht andere Bürgerinnen, doch Edelfräulein und Fürſtinnen ihr Bild verlöſchen würden. Und Konrad Cel⸗ tes? Sie zweifelte nicht, daß ſie in ſeinem Herzen fort⸗ lebte wie in ſeinen Liedern; ſie war ſich ihrer geiſtigen


