Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Stock an eine offene Gallerie und eine noch höher füh⸗ rende Freitreppe kamen, an welcher, weil es die Wetter⸗ ſeite über dem Hofraum war, das Holzgeländer ſeiner ehemaligen Farbe ſich beraubt zeigte, welche Albrecht wie⸗ der erneuern ſollte.

„Und Ihr ſeid nicht bei dem Handwerk Eures Va— ters geblieben,“ fragte Urſula,„da Ihr doch ſchon ein ſo künſtliches Werk zu Stande gebracht!“

Albrecht ſchüttelte mit dem Kopf:„So fragen mich wohl die Leute immer, und mein Vater ſelbſt meinte, die Zeit ſei mir nun gar verloren, die ich zuvor in ſeiner Lehre zugebracht; aber ich hab' einmal das Zeichnen und Malen nicht laſſen können, und ſcheint es mir leichter je⸗ des andere Opfer, und wär's mein Leben ſelbſt, zu brin⸗ gen, wenn man's fordert, denn daß ich der Kunſt ent⸗ ſagen möchte. Und was ich zuvor ſchon gelernt, das will ich Alles für ſie nützen, damit mir Niemand nachſagen ſn ich habe je meine Zeit mit unnützen Dingen ver⸗ oren.“

Während er das ſagte, knieete er ſchon an dem be⸗ zeichneten Geländer und fing an zu pinſeln. Urſula dachte dabei lächelnd zugleich mit vornehmer Geringſchätzung und weiblichem Mitleid: Armer Junge! das iſt auch eine rechte Kunſt, für die es lohnt ſich zu begeiſtern, hier das Ge⸗ länder anzuſtreichen, eine Arbeit, die ich ſelbſt ganz gut