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Tochter des Hauſes— erhob ſich und ſagte:„Kommt Ihr vom Meiſter Wohlgemuth, ſo will ich ſelbſt mit Euch gehen.“
Albrecht bejahte, und während Urſula einen Blick in den Spiegel warf, mit dem angehauchten Taſchentuch über die verweinten Augen fuhr und ein kleinzuſammengefalte⸗ tes Papier in ihrem Kleid verbarg, hatte Albrecht ein ſilbernes Krucifir in die Augen gefaßt, und als Urſula ſich zu ihm umkehrte, ward ſie gewahr, wie er ſich ganz nah auf daſſelbe beugte.
„Verzeiht meine Unſchicklichkeit“ ſagte er faſt er⸗ röthend zurückfahrend;„ich wollte nur ſehen, ob ich mich nicht täuſche, daß dies Stück wirklich aus meines Vaters Händen hervorgegangen— und es iſt wirklich ſo, da iſt ſein Zeichen.“
„So ſeid Ihr ein Sohn des wackern Goldſchmieds Albrecht Dürer in der Winklerſtraße?“ verſetzte Urſula, „denn bei dieſem hat es mein Vater mir zum Geſchenk machen laſſen, da ich gefirmelt ward.“
„Ich habe es ſelbſt gezeichnet und gegoſſen, da ich noch in meines Vaters WVerkſtatt lernte,“ antwortete Al⸗ brecht,„und es kann mich ſtolz machen, daß es in ſolche Hände gekommen iſt.“
Indeß ſie ſo ſprachen, ſchritt Urſula voran über eine Flucht kleiner Treppen und Gänge, bis ſie im zweiten


