Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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aber doch das Gepräge geiſtigen Adels trugen. Er ge⸗ hörte mit unter die jüngeren Geſellen, obwohl er einige Jahre mehr zählen mochte als Ulrich.

Etwa eine Stunde mochte verfloſſen ſein ſeit deſſen Ankunft, als das Mittagsglöckchen läutete. Bei ſeinem erſten Klange legten Alle in der Hütte die Arbeit weg und ſtanden mit gefalltenen Händen ſchweigend da, in⸗ deß der Werkmeiſter ein kurzes Gebet ſprach. Nach deſſen Vollendung, als Alle ſich anſchickten die Hütte zu ver⸗ laſſen, ſagte er zu Ulrich:

„Ihr ſcheint ein guter und geſchickter Arbeiter zu ſein und Eure Zeugniſſe lauten günſtig. Heute werdet Ihr müde ſein von der Reiſe, da mögt Ihr der Ruhe pflegen und Euch Quartier ſuchen; aber morgen um fünf Uhr, wenn ſie Morgen läuten von der St. Lorenzkirche, da ſeid in der Hütte zum Frühgebet und zur Arbeit, da wird Euch auch der Hüttenmeiſter empfangen.“

Ulrich dankte und trat aus der Hütte. Draußen aber faßte ihn der blonde Hieronymus unter dem Arm und ſagte:„Quartier brauchſt Du Dir nicht zu ſuchen, Bruder Ulrich, das findeſt du bei mir, wir können die Mahlzeit und das Lager theilen.“

„Vergelt es Dir Gott, Bruder Hieronymus!“ ſagte Urich, denn er hatte vorhin den Namen des Stein⸗ metzen ſchon gehört und gemerkt, weil ſein Träger ihm