Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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vorige Beſchäftigung wieder aufgenommen hatten, ſchiel⸗ ten von der eigenen Arbeit neugierig zu der des neu⸗ angekommenen Baubruders hinüber, und bewunderten ihn ſchon, weil er das Maaßbrett verſchmähte. Einer der Ge⸗ ſellen ſchob ihm ſogar das ſeinige zu, weil er meinte, Ulrich habe nur keines erhalten.

Dieſer aber zeigte auf das, welches zu ſeiner Seite lag, dankte dem Geſellen und ſagte:Wenn ich hier mitarbeite den Bau zu fördern, werde ich auch das Maaß⸗ brett zur Hand nehmen und danach arbeiten, weil da⸗ durch Zeit und Mühe erſpart wird; aber wenn ich ein Probeſtück ablegen ſoll, ſo muß ich zeigen, daß ich mich auf den Grundſatz des Achtortes ſelbſt verſtehe und daß ich ein Maaßbrett in meinem Kopfe trage.

Der Pallirer nickte beifällig aber ſchweigend dem lächelnd aufhorchenden Werkmeiſter zu. Alle Geſellen ar⸗ beiteten ſchweigend weiter, aber der, welcher ſeinen Platz neben Ulrich hatte, verwendete faſt kein Ange von ihm, ſo weit als die eigene Arbeit es zuließ.

Dieſen Steinmetzgeſſellen nannten Alle den blonden Bruder Hieronymus zum Unterſchied von andern die⸗ ſes Namens, denn er fiel überall auf durch ſein üppiges goldglänzendes Haar. Seine Augen waren blau und ſanft, aber es lag doch ein Ausdruck von Energie in ſeinen Zügen, die weder ſchön noch regelmäßig waren,

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