Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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der Bauhütte zu Straßburg als Lehrling gemeldet und darin aufgenommen worden; daß er vier Jahre als Lehrling gelernt und ſich brav gehalten, darauf die Prü⸗ fung als Geſelle beſtanden in vorzüglicher Weiſe; daß er wohl erfahren ſei in der geweiheten Lehre des Albertus Magnus, vertraut und geſchickt in der Führung des Win⸗ kelmaaßes und Richtſcheites, und daß man gllerlei ſchöne und zierliche Arbeit ihm anvertrauen könne. Und ſo war ſeiner Brauchbarkeit und Sittlichkeit das beſte Zengniß gegeben. Verſehen war dieſe Schriſt mit dem großen Siegel der Hauptbauhütte zu Straßburg, das dieſe Um⸗ ſchrift hatte und inmitten eine Mutter Gottes, auf den Feldern zur Seite Cirkel und Richtſcheit.

Der Werkmeiſter erkannte die Echtheit dieſes Do⸗ kumentes. Alsbald wies er Urich einen unbehauenen Stein an, reichte ihm das Werkzeug und hieß ihn daran ein Rrobeſtück ablegen.

Ulrich wälzte ſich den ſchon winkelrecht behauenen Stein zurecht und begann daran mit dem Cirkel, Win⸗ kelmaaß und Richtſcheit zu meſſen, und ohne ſich eines Maaßbrettes zu bedienen, das Profil außzureißen nach dem Grundſatz des Achtortes, der bei dem Kirchenbau im Großen wie im Kleinen galt. Der Pallirer ſah ihn dabei aufmerkſam zu, und mancher von den zehn Geſellen und fünf Lehrlingen, die in der Hütte arbeiteten und ihre