Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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und rabenſchwarzes Haar fiel in glatten Strähnen nach hinten zurück. Er reichte dem Ankömmling die Hand und ſagte auch:Gott grüße Euch, wie wir Euch danken für Euren Gruß.

Die Geſellen und Lehrlinge alle, die ringsum ar⸗ beiteten und, ſeit Ulrich eingetreten war, ſchon auſgehört hatten durch Meißeln und Feilen Geräuſch zu machen, legten nun alle ihr Werkzeng hin, und Einer ging nach dem Andern auf Ulrich zu, ihn mit Gruß und Hand⸗ ſchlag willkommen zu heißen. Dann hielt dieſer dem Werkmeiſter ſeinen Hut umgekehrt hin und ſagte:

Nun bitte ich um eine Gabe, dann um ein Stück Stein, dann um Werkzeug! Damit helſet mir auf, daß Euch Gott auch helfe.

Darauf legte der Werkmeiſter, der den Lohn zu zahlen hatte, Geld in den Hut, nicht als ein Almoſen, ſondern als einen Vorlohn, und fragte Ulrich nach ſeinen Zeugniſſen.

Gott danke dem Meiſter und Pallirer und den ehrbaren Geſellen! antwortete Ulrich dankend, öffnete ſeine Ledertaſche und holte ein großes gelblich ſchimmern⸗ des Papier heroor. Darauf ſtand mit zierlichen Buchſtaben geſchrieben, daß der Steinmetzgeſelle Ulrich Wüll von ehrlicher Geburt ſei und als Ohlate im Kloſter der Be⸗ nediktiner erzogen; daß er mit fünfzehn Jahren ſich in

1859. XV. Nürnberg. I. 2