Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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täuben, daß er ziel⸗ und planlos durch dasſelbe ſchritt, bis er plötzlich ſich am Fuße der Veſte gewahrend ſich doch beſann, daß er hier unmöglich auf dem rechten Wege ſein könne, und daß es Zeit werde nun einmal danach zu fragen.

Er beſand ſich eben in einer im Augenblick ziemlich menſchenleeren Gaſſe, als an einem der Häuſer eine Thür ſich öffnete und ein junger Burſche daraus hervortrat; hinter ihm hörte man polternde Stimmen und vernahm zuletzt die Worte:

Und ſomit laſſ' es dir geſagt ſein, halte dich da⸗ zu, Albrecht, und verträumere die Zeit nicht, wie es deine Art iſt!

Dem knabenhaften Jüngling, dem dieſe Worte mit rauhem Tone ausgeſprochen galten, ſchoß das Blut in's feine blaſſe Geſicht und in die klaren ſchwärmeriſchen Augen trat etwas wie eine Thräne. Er ſchüttelte die langen braunen Locken zurück, die ſo üppig faſt wie Lö⸗ wenmähnen auf ſeine Schultern niederfloßen, hob einen Topf mit grüner Farbe darauf, indeß er in der andern Hand Pinſel und Richtſcheit trug. Dieſe Hände, zumal die auf das Haupt emporgehaltene, erſchienen ſo weiß, klein und durchſichtig, als wären ſie von Alabaſter künſt⸗ leriſch gemeißelt. Die Geſtalt war faſt klein und ſchwäch⸗ lich, aber es lag etwas freudig Selbſtbewußtes in ihrer